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Want news? Want news? 15.09.05 22:05 CEST

IPTV: Revolution l?sst auf sich warten


DRM-Probleme verzögern prognostizierten Boom


IPTV (Internet Protokoll TV) könnte in den nächsten Jahren den Fernsehmarkt komplett reformieren. Die Konvergenz von Breitband-Internet und Rundfunk sollen es möglich machen, dass die Zuseher zwischen tausenden Programmen wählen können, ihre eigenes Programm zusammen stellen oder interaktive Dienste nutzen. Zu diesem Schluss kommt der Bericht "IPTV: Broadband meets Broadcast" von Lovelace Consulting linkiconhttp://www.lovelace.co.uk/. Analysten von Informa Telecoms & Media linkiconhttp://www.informatm.com/ prognostizieren, dass der weltweite Markt für IPTV bis 2010 auf zehn Mrd. Dollar wachsen werde. Zurzeit gebe es 2,5 Mrd. IPTV-Abonnenten, binnen der nächsten fünf Jahre solle sich diese Zahl verzehnfachen, so die Analysten.

Profitieren werden von dem Boom vor allem die Kabelbetreiber und Telekommunikations-Unternehmen. Die Festnetz-Telefonanbieter geraten durch Mobiltelefone und kostengünstige oder kostenlose VoIP-Dienste zunehmend unter Druck, eines der neuen Hauptziele seien so genannte "Triple Play"-Angebote, bei denen Sprachtelefonie, Video und Datendienste aus eine Hand angeboten werden, so der Bericht. Obwohl die IPTV-Anbieter die Kanäle zurzeit vorwiegend noch in Pakete bündeln, könnten Programme weltweit abgerufen werde, sobald die Breitband-Leitung mit dem TV-Gerät verbunden ist.

Inode hatte ursprünglich geplant, den IPTV-Dienst schon im Herbst dieses Jahres zu launchen, wegen rechtlicher Probleme werde sich der Start aber verzögern, so Inode-Sprecherin Gabriela Mair auf Anfrage von pressetext. "Der Rollout-Plan ist noch nicht im Detail entwickelt, zuerst muss die rechtliche Situation abgeklärt werden". Vor allem im Bereich des "time shifts", also dem zeitverzögerten Abrufen von TV-Programmen, sei die DRM-Lage problematisch, so Mair. Inode wird zunächst in Ballungszentren starten, "vor 2006 rechnen wir noch nicht damit. Wir wollen das MRPEG 4-Format verwenden und dafür nehmen wir auch einen späteren Startzeitpunkt in Kauf", so Mail im Gespräch mit pressetext. Der Umfang des Programms werde mit dem von Kabelbetreibern vergleichbar sein, ebenso der monatliche Preis, so Mair. Wann die Prognosen von tausenden interaktiven Kanälen realisiert werden, ließe sich noch nicht abschätzen.

Auch der Softwaregigant Microsoft will von IPTV profitieren. Der Konzern bietet zurzeit als einziger alle erforderlichen Applikationen an. Dazu gehört Software für das Übertragen auf das Fernsehgerät, für das Management von Inhalten und Kunden, das Billing und die Settop-Boxen. Microsoft kooperiert im Bereich IPTV mit Alcatel. Konkurrent Siemens hat im April dieses Jahres den Softwareanbieter für Home Entertainment, Myrio, gekauft um sich in dem gerade erst entstehenden Geschäft seinen Anteil zu sichern.



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