Die Ergebnisse einer von Motorola in Europa durchgeführten Studie von Vanson Bourne zeigen, dass VoIP in Deutschland und Frankreich am meisten verbreitet ist.
Italien und Spanien geben dagegen den Ton bei der Videotelefonie, dem Download von Inhalten und dem Wunsch nach der Konvergenz von Fest- und Mobilnetzen an. Grossbritannien liegt in Sachen Bekannt-heit und Nutzung von Breitbanddiensten hinter dem Rest Europas deutlich zurück.
Eine kürzlich von Motorola veröffentlichte die unabhängige Studie von
Vanson Bourne, bei der 2.500 Personen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Gross-britannien befragt wurden, zeigt europaweit deutliche Wachstumsindikatoren für die in Privathaushalten genutzten Breitbanddienste. Dabei geben die nationalen Unterschiede in Punkto Bekanntheitsgrade einzelner Dienste, Anforderungen, Akzeptanz- und Nachfragelevel auf Verbraucherseite den jeweiligen Dienstanbietern individuelle Hausaufgaben auf.
Dazu Nobert Quinkert, Vorsitzender der Geschäftsführung, Motorola GmbH: "
Die regionalen Unterschiede zeigen die Notwendigkeit für die Anbieterseite, neuesten Trends wachsende Aufmerksamkeit zu schenken und eine intelligente, schnelle und durchdachte I
nfrastruktur zu entwickeln, die den steigenden Verbraucheransprüchen gerecht wird."
In Deutschland scheint dies zumindest im Bereich Voice over Internet Protocol (

VoIP) bereits gelungen zu sein. Von den fünf untersuchten Ländern besteht in Deutschland mit die grösste Bekanntheit hinsichtlich VoIP. Hier war 91 Prozent der Befragten bewusst, dass sie über Breitband telefonieren können. Nur Frankreich konnte diesen Wert mit 93 Prozent leicht übertreffen. Auch in der tatsächlichen Verwendung von VoIP liegt Deutschland zusammen mit Frankreich an der europäischen Spitze.
Denn 29 Prozent der befragten deutschen Verbraucher, die VoIP kannten, nutzen es bereits. In Frankreich wurde VoIP mit 52 Prozent am besten angenommen. In Ländern wie Italien und Spanien ist es den Anbietern dagegen vor allem gelungen, die Akzeptanz für das Breitband als Zugang zu Inhalten wie Musik, Videos, TV und Filmen zu etablieren (
Streaming Boom). Hier konnte sich Deutschland einzig bei den TV-Inhalten auf einem Spitzenplatz positionieren. Grossbritannien dagegen hinkt in nahezu allen Aspekten der Studie Kontinentaleuropa hinterher.
Die Studie lässt zudem darauf schliessen, dass die Verfügbarkeit und der Wunsch nach den Vorteilen neuester Breitbandanwendungen die Verbraucher bei der Wahl ihres Breitbandes beeinflusst. Während in der Vergangenheit der Preis der Schlüsselfaktor war, zeigte sich, dass heute 58 Prozent die Geschwindigkeit als Kernkriterium angeben. Die Studie identifizierte Qualität als zweitwichtigsten Faktor (17 Prozent), gefolgt von der Möglichkeit, ohne grösseren Aufwand Breitbandzugang zu Inhalten wie Filmen und Spielen zu haben (
14 Prozent). Für lediglich 9 Prozent war der Preis das ausschlaggebende Kriterium.
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Angetrieben durch sinkende Preise und neue Dienste bewegt sich der europäische Breitbandmarkt weiterhin mit rasantem Tempo. Im letzten Jahr sind in Europa 20 Millionen neue Breitbandhaushalte hinzugekommen, damit doppelt so viele wie 2005 in Amerika. Zum Ende dieses Jahrzehntes rechnen wir mit 134 Millionen Breitbandanmeldungen in Europa, was mehr als 61 Prozent aller Haushalte in dieser Region entspricht. Damit wird eine aussichtsreiche Grundlage für ein attraktives Dienstleistungsangebot für vernetzte Verbraucher geschaffen," sagt Martin Olausson, Senior Analyst beim Marktforschungsinstitut Strategy Analytics.
Internettelefonie (
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Die Studie brachte hervor, dass VoiIP eindeutig die breite Masse überzeugt hat. Die Mehrheit der Befragten aus ganz Europa ist sich bewusst, dass Telefonate über das Internet geführt werden können. In Frankreich, Deutschland und Italien zeichnete sich mit über 90 Prozent ein extrem hoher Bekanntheitsgrad ab. In Spanien (79 Prozent) und Grossbritannien (77 Prozent) war die Aufmerksamkeit hingegen geringer.
Entgegen der geringeren Bekanntheit von VoIP zeigten sich in Spanien die grössten Kenntnisse für Videotelefonie. Hier waren mehr als Dreiviertel der Befragten mit der Möglichkeit von face-to-face Telefonaten über Breitband vertraut.
Frankreich ist das Land mit den meisten VoIP Fans - mehr als die Hälfte derer, die es kennen nutzen es auch, bei der Videotelefonie liegt dieser Wert bei einem Drittel.
Grossbritannien zeigte sich besonders zurückhaltend, wenn es um die Aufgabe der Festnetzleitung zugunsten einer vergleichbaren Breitbandlösung geht. 65 Prozent der Befragten sind nicht bereit für den Wechsel, was nur für 23 Prozent der Italiener gilt.
Konvergenz der Fest- und Mobilnetze (
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Mit Blick in die Zukunft zeigen sich die europäischen Verbraucher schon bereit für diesen Zusammenschluss. Spanien übernimmt hier die Führung, denn 91 Prozent der Befragten finden Gefallen an der Vorstellung, Geld zu sparen, wenn ihre Mobilgespräche automatisch an das Breitband geleitet werden, sobald sie zu Hause oder im Büro ankommen. Italien demonstriert ebenfalls Bereitschaft, denn hier befürworten 85 Prozent diese Vorstellung. Befragte in Grossbritannien zeigen derzeit die geringste Begeisterung, wenn es um mögliche Ersparnisse und Annehmlichkeiten der Konvergenz geht, denn nur 65 Prozent empfinden dies als ansprechend.
IPTV (
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Während es anscheinend bei Verbrauchern in Italien und Spanien eine Verständnislücke für die Vorteile der Internettelefonie gibt, treten
sie den Versprechungen von IPTV begeistert gegenüber. Eine grosse Mehrheit der Befragten würde es begrüssen, Sendungen und Filme über das Internet anzuschauen, als an strikte Programmzeiten gebunden zu sein. In Spanien trifft dies auf 90 Prozent zu, dicht gefolgt von Italien mit 89 Prozent. Deutschland zeigt die geringste Bereitschaft, einen Beitrag für Dienste auf Wunsch zu entrichten, hier wären nur 31 Prozent bereit, für qualitative hochwertige Dienste wie den Musik-Download, TV-Sendungen und Filme zu bezahlen. Grossbritannien ist ebenfalls unsicher hinsichtlich der Extra-Gebühren. Hier zeigen sich nur 34 Prozent interessiert. Der Download eines Films in Spanien ist damit fast dreimal so wahrscheinlich wie in Grossbritannien.
Herunterladen von Musik
Während Verbraucher das volle Angebot und die Vielfalt der Breitbanddienste noch nicht ausschöpfen, sind sie kurz davor, Experten im Download von Musik und Videos zu werden. Wahrscheinlich angetrieben durch den Erfolg von MP3-Playern stellt Musik den beliebtesten Download in allen fünf befragten europäischen Ländern dar, verglichen mit dem Download von Filmen, Videos und TV-Sendungen. Spanien liegt mit 87 Prozent vorne, gefolgt von Grossbritannien mit 87 Prozent. Sieht man Musik als Indikator, ist in naher Zukunft ein sprunghafter Anstieg des Downloads von Filmen, Musikvideos und TV-Sendungen zu erwarten. Hebt man die deutlichen regionalen Unterschiede im Download-Verhalten hervor, ist es am sehr wahrscheinlich, dass Franzosen TV-Sendungen herunterladen (40 Prozent), während sie mit 64 Prozent eher weniger Musik herunterladen würden.
Multi-Play
Generell ist in ganz Europa ein grosses Interesse vorhanden, einen einzigen Anbieter für Voice, Internet und TV zu haben. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Grossbritannien das geringste Interesse (72 Prozent) hat, wogegen 94 Prozent der befragten Spanier die Idee attraktiv finden. Von den Befragten, die einen einzelnen Anbieter bevorzugen, gab die Mehrheit an, dass der Preis für ein gebündeltes Paket der entscheidende Faktor wäre. Über Europa hinweg haben die Verbraucher scheinbar die Idee des "
Connected Home" angenommen. Die Mehrheit ist sich einig, dass der Computer das Zentrum des Home Entertainment darstellen wird.
www.motorola.de
Quelle:
PR News Wire