Übernahme sichert Einstieg in die VoIP Profi-Liga
Microsoft
http://www.microsoft.com
will auf den anrollenden Voice-over-IP-Zug aufspringen. Mit der Übernahme des kalifornischen VoIP-Spezialisten Teleo
http://www.teleo.com
möchte der Softwaregigant aus Redmond deshalb seine Wettbewerbssituation im wachsenden Markt für Internet-Telefonie stärken.
Das Start-Up-Unternehmen aus San Francisco ist auf Software und
Dienstleistungen spezialisiert, um VoIP-Gespräche direkt ins Festnetz
oder zu Mobiltelefonen zu übernehmen. Die Integration des
Teleo-Know-hows in den Internet Explorer, Outlook und den MSN Messenger
soll Microsoft-Software VoIP-tauglich machen. Eine
"Click-to-Call"-Funktion wird es laut Microsoft erlauben, jede in den
Anwendungen dargestellte Telefonnummer per Mausklick zum
Verbindungsaufbau ins Festnetz oder zu Handys zu nutzen.
Derzeit konkurrieren im Markt für Internet-Telefonie vier Anbieter
miteinander. Neben Microsoft buhlen der Marktführer Skype, AOL und
Yahoo um die Gunst der User. Mit Google-Talk
http://www.google.com/talk
hat
der Suchspezialist aus
Mountain View nun ebenfalls ein Service
gestartet, das nicht nur als Text-Messenger, sondern auch für
VoIP-Gespräche genutzt werden kann.
Derzeit unterstützt der MSN Messenger neben Chats und Instant
Messages nur Sprach- und Videochats. Das direkte Einwählen ins Festnetz
oder zu Mobiltelefonen war bisher nicht möglich. Mit der
Teleo-Technologie will Microsoft dieses Manko nun so rasch wie möglich
beheben und noch bis Jahresende einen völlig VoIP-fähigen Messenger
anbieten.
"Die Akquisition von Teleo ist als Bestandteil der nachhaltigen
Investitionen seitens MSN in VoIP-Technologie zu sehen", erklärt Thomas
Lutz, Pressesprecher Microsoft Österreich, zu pressetext. "Durch die
gute Integration mit Microsoft Outlook und Microsoft Internet Explorer
wird die Teleo-Technologie dabei helfen, jede auf dem Bildschirm
auftauchende Telefonnummer mit einer simplen 'click-to-call'-Funktion
anzuwählen, beispielsweise aus E-Mails, Webseiten oder Suchergebnissen
heraus. Damit werden unsere Kunden völlig neuartige Möglichkeiten
bekommen, aus dem eigenen Informationsmanagement heraus Beziehungen zu
den Personen aufzubauen, die Ihnen am wichtigsten sind", so Lutz im
pressetext-Interview abschließend.